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Mit diesen Projekten werden Restaurants und Geschäfte in der Corona-Krise unterstützt

Lesezeit: 6 Minuten

In der Corona-Krise hat es kein Unternehmen leicht, ganz besonders betroffen ist die Gastronomie und der Einzelhandel. Durch die gesetzlich verordneten Schließungen der Restaurants und Geschäfte haben die Inhaber oft wenig Möglichkeiten Umsatz zu erzielen und sich damit über Wasser zu halten. Doch manche Maßnahmen kann man nach wie vor durchführen. Zum Beispiel das kontaktlose Ausliefern oder Anbieten von Speisen. Diese Möglichkeit gewinnt an Popularität – auch durch den neuen Hashtag #supportyourlocals. Aber nicht alle Restaurants und Geschäfte können auf solche simplen Optionen zurückgreifen. Doch es entstehen mehr und mehr Projekte um Kleinunternehmen zu unterstützen. Hier sind paar Beispiele für Sie:

Projekte

 

Einzelheld

Einzelheld hilft Geschäften, die unter der Coronakrise leiden, indem es sie dabei unterstützt, einen Lieferservice aufzubauen. Gewerbetreibende können auf der Website ihre Waren anbieten, ohne sich zuvor einen eigenen Onlineshop einrichten zu müssen. Beispielsweise bietet ein Blumenladen rote Rosen für 30 Euro oder einen Blumenstrauß für 25 Euro an. Dabei können Kunden online bezahlen und der Laden liefert anschließend die Ware aus. Da die registrierten Läden selbst ausliefern, ist die Bestellung nur möglich, wenn Kunden in der unmittelbaren Umgebung der jeweiligen Geschäfte wohnen. Da die kontaktlose Lieferung enorm wichtig ist in der Coronakrise, werden die Waren, wie zum Beispiel Essen, Blumen oder Mode direkt vor der Haustür abgelegt.

Hinter diesem Projekt stehen die Stuttgarter Software-Start-Ups Iteneo und Entrecode. Die gewöhnlichen Arbeitsabläufe hätten sie für ihr Projekt ein paar Tage gestoppt, sagen sie: „Alle im Team waren von Anfang an begeistert und haben kurzum entschieden, daraus einen viertägigen Hackathon zu machen“, so Mitorganisatorin Janina Behn.

 

Wirvonhier

Dieses, noch nicht ganz fertige, Projekt ist das Ergebnis der Corona-Hackathons der Bundesregierung. Über die gleichnamige App können User durch das Sortiment lokaler Händlerinnen und Händler stöbern. Wenn man nun ein Produkt kaufen möchte, kann man mit dem Laden in Verbindung treten und individuell vereinbaren, wie man an die Waren kommt. So wird es zumindest von dem, aus 24 Entwicklerinnen, Designern und Marketing-Leuten bestehende Team auf LinkedIn, beschrieben. Die Registrierung für Händlerinnen und Händler soll simpel gestalten werden, werben sie: „Jeder Händler soll die Möglichkeit bekommen, auch ohne IT-Kenntnisse auf Wirvonhier sichtbar zu werden.“ Wann diese App veröffentlicht wird ist noch nicht bekannt.

 

Pay now, eat later

„Pay now, eat later“ ist ein Projekt der vier Hamburger Malte Steiert (Gründer von Foodguide), Patrick Kosmala (Gründer von Taste Tours), Niclas Störmer (Gründer von Urban Guru) und dem Programmierer David Bernhard. Die am 22.März veröffentliche Plattform funktioniert indem Gutscheine, für registrierte gastronomische Betriebe, erworben werden. Dabei sind Summen von zehn bis 200 Euro möglich. Das erbrachte Geld hilft diesen Cafés und Restaurants durch die Krise zu kommen. Auf der Website wurden schon insgesamt Gutscheine im Wert von 285.000 Euro verzeichnet. Es können sich Betriebe aus über 20 deutschen Städten sowie Zürich und Südtirol anmelden. Doch man sollte sich in Hinterkopf behalten, dass ein einzelner Gutscheinkauf leider keinem Betrieb durch diese Krise hilft.

Wie Sie, mit Hilfe von Socialwave, einen Großteil Ihrer Kunden über solche Aktionen informieren, erfahren Sie hier.

 

Helfen.berlin

Die Plattform Helfen.berlin startete Mitte März mit der Idee: heute zahlen, nach der Krise konsumieren.  Ähnlich wie bei „Pay now, eat later“ können betroffene Betriebe, wie Restaurants, Schmuckläden, Friseure oder auch Clubs, sich auf der Plattform registrieren und erhalten ein eigenes Profil über das Unterstützerinnen und Unterstützer Gutscheine im Wert von zehn bis 100€ Euro kaufen können. Dieses Geld erhöht die Liquidität der Betriebe in der Krise und eingelöst werden die Gutscheine erst, wenn Restaurants und Co. dem Alltagsgeschäft wieder nachgehen können. „Wer sowieso einmal wöchentlich in einem bestimmten Restaurant 50 Euro ausgibt, der kann dieses Budget dem Restaurant nun schon vorzeitig zur Verfügung stellen, damit es die Krise überlebt“, erklären die Macher der Plattform ihr Konzept.

Die Plattform Helfen.berlin wird ehrenamtlich, darunter Karsten Kossatz vom Start-Up Outside Society und Alexander Wolf vom Berliner Wirtschaftsnetzwerk Außergewöhnlich, betrieben. Bisher verzeichnen Sie 950 registrierte Lokalitäten und Gutscheine im Wert 85.000€

 

Please don’t close

Diese ebenfalls neu gestartete Plattform unterstützt Händler und Gastronomen in Städten weltweit, wie zum Beispiel Berlin, London, Mailand und New York. Allerdings ist bei diesem Projekt offen gehalten, wie man den Betrieben hilft. Besagte Betriebe können sich auf der Plattform registrieren und selbst angeben, wie Sie unterstützt werden möchten. Ein Beispiel von dem Berliner Café „Annelies“, das einen Onlineshop verlinkt hat, mit dem Kundinnen und Kunden dem Café  mit „virtuellem Trinkgeld“ in Höhe von zehn bis 25 Euro helfen können. Einige Yogastudios verlinken wiederum ihre Online-Kurse und Modeläden ihre Onlineshops.

Bis jetzt sind 70 Berliner Betriebe registriert. Hinter diesem Projekt stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von BCG Digital Ventures, dem Start-Up-Vehikel des Beratungskonzerns BCG. Please don’t close soll vor allem den Händlern und Gastronomen helfen auf sich aufmerksam zu machen, ohne dabei von ihren oftmals kleineren Followerschaften abhängig zu sein.

Sie können Ihre Kunden über bestimmte Aktionen oder Angebote, mit den E-Mail-Kampagnen von Socialwave informieren. Hier einfach, kostenlos und unverbindlich anfragen.

 

Lokalkauf

Auch Lokalkauf ist ein Resultat aus dem Corona-Hackathon der Bundesregierung. Das dahinterstehende Projektteam hat sich ausdacht noch eine dritte Partei in die Anwendung hinzuzufügen: Per App werden nicht nur Händler mit Kunden koordiniert, sondern es werden zusätzlich Lieferanten mit eingebunden. Die App befindet sich aktuell noch in der Entwicklung, doch wenn sie demnächst fertiggestellt wird, sollen Einzelhändler, etwa Bäcker und Obsthändler, ihre Ware online stellen, woraufhin Kunden diese bestellen können. Die Abholung und Lieferung sollen Logistikdienstleister und Taxifahrer übernehmen, da deren Auftragslage ebenso unter der Coronakrise leidet. Lokalkauf sollte, nach Angaben der Entwicklerinnen und Entwicklern , in den nächsten Tagen veröffentlicht werden.

 

Vorfreude.kaufen

In Österreich gibt es auch eine digitale Lösung für Gastronomen: Über die Plattform Vorfreude.kaufen können Kundinnen und Kunden Gutscheine erwerben, doch allerdings bietet das Portal keine Kaufabwicklung an. Die Kunden bestimmen ihren Gutscheinwert und die Plattform leitet diesen weiter an das entsprechende Lokal. Anschließend bekommen die Kundinnen und Kunden die Zahlungsinformationen vom Lokal und den Gutschein in Form einer E-Mail. Gegründet wurde dieses Projekt von Kommunikationsstrategin Nina Mohimi und Designer Sebastian Hofer von der Agentur Virtue.

 

Ebay

Ebay bietet ebenfalls seine Hilfe für Händler an. Der Onlinemarktplatz-Gigant startete vor wenigen Tagen ein „Soforthilfeprogramm zur Unterstützung kleiner Unternehmen und lokaler Einzelhändler in Deutschland“. Menschen mit einem stationären Geschäft, die unter den negativen Folgen der Coronakrise leiden, können ihre Produkte über Ebay verkaufen. Sie bekommen für ein halbes einen Gratis-Premiumshop (der normal 300 Euro im Monat kostet) und muss drei Monate lang keine Verkaufsprovision zahlen.

Sonstige Ebay-Verkäuferinnen und Verkäufer sollen bis Ende Juni keine schlechteren Bewertungen bekommen, falls sie ihre Waren wegen der Coronakrise nicht rechtzeitig ausliefern können. Zusätzlich kann man die Zahlungen der Liefergebühren um 30 Tage aufschieben.

 

SNOOOP

SNOOOP ist eine Österreichische Plattform, die Kunden der Einzelhändler, Lebensmittelläden, Hotels, Lieferservices und Restaurants stetig mit den Neuigkeiten und Angebote der Betriebe informiert und dadurch die Sichtbarkeit im Internet erhöht. Dabei müssen sich die Betriebe nur auf der Website kostenlos registrieren und können anschließend ihr Profil einrichten. SNOOOP ermöglicht es Kunden über Öffnungszeiten, Events, Mittagsmenüs und allgemeine Postings zu unterrichten. Auch kann der User seinen Betrieb mit einem „wir haben trotz Covid-19 Verordnung geöffnet“ und „Wir bieten einen Lieferdienst“-Flag markieren.

Zusätzlich bietet die Plattform noch einen Premiumservice an mit dem man sein Profil um zusätzliche Newsletter, Bildergalerien und vieles mehr, erweitern kann.

 

München bringt’s

Die Münchner Unternehmen sind erfinderisch geworden in der Corona-Krise. Vielen verkaufen aus Fenstern, die anderen stellen Nähsets für Ihre Kunden bereit. Um diese Betriebe zu unterstützen, wurde das Online-Projekt „München bringt’s“ von der Süddeutschen Zeitung ins Leben gerufen, damit die Betriebe sich mit ihren Gästen vernetzen können – vom Restaurant über das Kleidungsgeschäft bis hin zur Radlwerkstatt.

Sie alle sollen sich auf einer Karte im Netz wiederfinden. Jedes Unternehmen, das seinen Service auf die schwierigen Begebenheiten angeglichen hat, kann sich auf besagter Karte eintragen. Bis jetzt befinden sich schon knapp 1500 Angebote darauf. So kann jeder dazu beitragen, die mühsam aufgebauten Existenzen zu retten, statt die ohnehin schon profitierenden Großkonzernen zu beflügeln.

 

Lunch Affair

Lunch Affair ist eine kurzfristig umgebaute Plattform, bei der Münchner Gastronomiebetriebe auf sich aufmerksam machen können. Das funktioniert, indem sich die Restaurants mittels eines Kontaktformulars auf der Seite registrieren. Anschließend werden sie auf einer inaktiven Karte Münchens gelistet. Lunch Affair, die bis dato Marketing für Gastronomiebetriebe gemacht haben, hat das Ziel, das Augenmerk auf die Restaurants zu lenken, die noch offen haben oder einen To-Go-Service/ Lieferservice anbieten. Damit wollen sie diese Betriebe bestmöglich und kostenfrei unterstützen.

 

KMU vs. Corona

„KMU vs. Corona“ ist eine Gruppe von sieben Hackathon-Teilnehmern, primär Studenten der Informatik sowie der Volkswirtschaftslehre, die dieses Open-Source-Projekt ins Leben gerufen haben. Diese Gruppe sammelt auf ihrer Website Ideen, Hilfsmittel, Finanzierungsquellen und weitere Anhaltspunkte, um Klein- und Mittelstandsunternehmen aus der Corona-Krise zu helfen.

Auf der Seite erfährt man, wie den einzelnen Branchen geholfen werden kann und man hat die Möglichkeit selber neue Ideen einzureichen, um die bereits vielen Lösungsansätze zu erweitern. Zusätzlich verfügt jeder Lösungsansatz über eine Detailansicht, indem genauere Informationen, Tipps und Anleitungen enthalten sind.

 

HilfeLokal

Auf Hilfelokal.de können Geschäfte ihre Gutscheine online zum Kauf anbieten. Die Anmeldung dauert nur wenige Minuten und ist kostenlos. Ein vollwertiges Gutscheinsystem für die Abwicklung wird bereitgestellt und das auch für Geschäfte, welche bisher noch nicht mit Online-Gutscheinen gearbeitet haben.

Kunden können ihre Lieblingsgeschäfte in ihrer direkten Umgebung unterstützen, indem sie Gutscheine jetzt erwerben und bezahlen und diese nach der Krise einlösen. Somit kann man sich schon jetzt gemeinsam auf etwas freuen oder solidarisch den Gutschein verfallen lassen und somit das Geschäft noch direkter unterstützen. Durch den Verkauf von Gutscheinen liefern Kunden kurzfristige Liquidität und Umsatz an die hilfebedürftigen Geschäfte. So kann die Existenz dieser Läden gesichert werden.

 

 

Fazit

Diese Krise betrifft uns alle. Jedoch kann man sehen, dass sich viele Menschen enorm bemühen das Beste aus dieser schwierigen Zeit zu machen. Die Leute, die diese Initiativen gründen vernachlässigen oft ihren eigentlichen Arbeitsplatz, nur um Menschen in Not einen möglichen Ausweg zu bieten. Oftmals sind diese Plattformen kostenlos und eine gute Möglichkeit für kleine Betriebe oder Gastronomien sich über Wasser zu halten. Doch funktionieren diese Maßnahmen oft nur, wenn man schnell genug und aktiv handelt. Unser Rat: Verlassen Sie sich nicht nur auf Fördergelder der Regierungen (Informationen dazu finden Sie in unserem Blogbeitrag über staatliche Hilfen und Fördermittel für Unternehmen in der Corona-Krise) und handeln Sie selbst mit den wunderbaren Möglichkeiten, die Ihnen geboten werden. Sehr häufig wollen Menschen helfen, man muss sie nur darüber informieren wie.

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