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10 Social-Media- und Content-Marketing Tipps für die Gastronomie

zwei Frauen in einem Restaurant

Online-Marketing in der Gastronomie

Lesezeit: 6 Minuten

Vor allem für die Gastronomie sind seit Beginn der Corona-Krise Online-Marketing-Instrumente ein wichtiges Mittel zur Kommunikation mit den Gästen geworden. Denn ohne ein laufendes Tagesgeschäft konnte man nur über das Internet in den Köpfen der Kunden bleiben. Aber auch unabhängig von diesem besonderen Umstand sind das Social-Media-Marketing und das Content-Marketing heutzutage unumgänglich, wenn man als Gastronom Erfolg haben will. Aus diesem Grund sollen in diesem Blogartikel diese beiden Bereiche genauer betrachtet werden. Zudem geben wir Ihnen 10 Tipps, wie Sie optimales Social-Media-Marketing bzw. Content-Marketing betreiben.

Was sind Social-Media-Marketing und Content-Marketing?

Social-Media-Marketing ist genau das, was der Name vermuten lässt. Es ist eine Form des Online-Marketings, bei dem man soziale Medien wie Facebook oder Instagram nutzt. Das Ziel hierbei ist es, die eigene Reichweite im Internet zu erhöhen und Aufmerksamkeit für das eigene Unternehmen zu generieren. Dadurch baut man sich eine loyale Community auf, die man dann zur Verbreitung der eigenen Inhalte nutzen kann. Das funktioniert am besten, wenn man eine gut durchdachte und innovative Strategie hat, die aus einem zufälligen Leser einen Fan bzw. Follower macht. Social-Media-Marketing eignet sich für die Gastronomie genauso wie für jede andere Branche und sollte auf keinen Fall vernachlässigt werden. Denn ohne eine vernünftige Präsenz im Internet ist es inzwischen sehr schwierig geworden, viele neue Kunden zu finden und diese auch zu behalten.

Content-Marketing ist ein Marketingprozess, bei dem man relevante und wertvolle Inhalte nutzt, die auf die eigene Zielgruppe zugeschnitten sind. Das Ziel von Content-Marketing ist, potenzielle Kunden mit diesem Content anzusprechen und so Neukunden zu generieren. Content-Marketing wird in den verschiedensten Bereichen des Marketings angewendet, vor allem wenn man klassische Werbung umgehen will. Denn durch die sinkende Wirkung von traditioneller Werbung muss man zu anderen Mitteln greifen, um die Aufmerksamkeit der Gäste auf das eigene Unternehmen zu lenken. Den Mittelpunkt dieses Instruments bilden dabei nicht die Produkte oder das Unternehmen, sondern die Kunden, also die Zielgruppe, die man damit ansprechen will. Indem man Ihnen einen Mehrwert bietet, kann man sie schnell zu zufriedenen Kunden machen und so eine Weiterempfehlung erreichen.

Hand mit einem digitalen Netzwerk
Mehr Reichweite durch Networking

5 Tipps für Social-Media-Marketing für die Gastronomie

  1. Die Wahl der richtigen Plattform:
    Soziale Medien gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Allerdings eignen sie sich nicht alle für das Online-Marketing. Daher sollten Sie nach Möglichkeit herausfinden, auf welchen Plattformen sich die meisten Ihrer Gäste bewegen. Dies können Sie beispielsweise durch eine Umfrage realisieren. unabhängig davon sollte aber jede Gastronomie für das optimale Social-Media-Marketing zumindest ein Instagram- und ein Facebook-Profil haben, da das die gängigsten sozialen Medien sind. Wenn Sie auf allen relevanten Plattformen zu finden sind, ist auch die Chance am größten, mehr Menschen zu erreichen. Danach brauchen Sie nur noch den Fokus auf die für Sie wichtigste Plattform zu setzen. Sie können für diesen Fokus auch anhand der Altersstruktur Ihrer Gäste entscheiden. Denn Instagram beispielsweise ist vor allem bei Leuten unter 35 am beliebtesten, bei Menschen, die älter als das sind, ist Facebook relevanter.
  2. Ihre Social Media Profile bewerben:
    Damit Ihre Gäste auch auf Ihre sozialen Medien aufmerksam werden und Ihre Inhalte sehen, müssen Sie Ihre Profile bewerben. Zum einen sollten Sie im Restaurant darauf aufmerksam machen, indem Sie beispielsweise in der Speisekarte abdrucken, auf welchen Plattformen Sie vertreten sind und wie Sie dort heißen. Oder Sie drucken diese Informationen auf Tischaufsteller oder ähnliches und verteilen Sie im Restaurant. Zum anderen sollten alle Social Media Profile auch auf Ihrer Website aufgeführt sein. Entweder Sie verlinken sie auf der Startseite oder im Impressum. Allerdings ist es sinnvoll, dass man die Links direkt sieht, wenn man die Seite aufruft. Zuletzt können Sie Ihre Kunden auch aktiv darauf hinweisen, dass Sie in den sozialen Netzwerken vertreten sind. Diese Möglichkeit bietet sich allerdings eher bei Stammgästen an, zu denen Sie ein besonders gutes Verhältnis haben.
  3. Gute Posts veröffentlichen:
    Nachdem Sie Ihre Profile erstellt und die Gäste darauf aufmerksam gemacht haben, müssen Sie auch Inhalte veröffentlichen. Aber noch lange nicht jeder Text oder jedes Bild ist ein guter Post. Denn der Qualitätsstandard auf den meisten Plattformen ist relativ hoch. Generell sollten alle Inhalte einen Mehrwert für den Gast darstellen, damit dieser auch Zeit mit den Inhalten verbringt. Wenn Sie ein Bild posten, dann sollte dieses ansprechend und authentisch sein, aber muss auch professionell wirken. Sie können auch Gewinnspiele über die sozialen Medien veranstalten und zum Beispiel Gutscheine oder Freigetränke oder ähnliches verlosen. Damit generieren Sie Engagement und erreichen mehr Menschen.
  4. Reichweite von Social Media ausnutzen:
    Die wichtigste Möglichkeit, die soziale Netzwerke bieten, ist die enorme Reichweite, die darüber erzeugt werden kann. Denn sobald jemand Ihre Profile „liked“ oder Ihre Inhalte teilt, erfahren dass auch die Freunde bzw. Follower dieser Person. Dadurch entsteht ein riesiges Netzwerk von Personen, die sich gegenseitig neue Orte zeigen. Aber dieser Effekt entsteht nicht von ganz allein. Um diesem Effekt auf die Sprünge zu helfen, müssen Sie Ihre Gäste dazu animieren, Ihre Inhalte zu teilen. Am besten geht das durch Gewinnspiele, die voraussetzen, dass man bestimmte Inhalte teilt, um teilnehmen zu können. Durch dieses Verteilen der Inhalte werden mehr Leute auf Ihre Profile aufmerksam und schlussendlich kommen neue Gäste in Ihr Restaurant.
  5. Beschwerdemanagement über Social Media:
    Über soziale Medien erhält man als Gastronom neben neuen Gästen vor allem ein: Feedback. Da dieses nicht immer positiv ausfällt, muss man lernen, mit Kritik im Internet umzugehen. Im besten Fall erhalten Sie konstruktive Kritik. Diese ist vor allem deswegen wichtig, da Sie damit Ihr Geschäft verbessern können. Und wenn Ihre Gäste zufriedener sind, dann werden Sie wahrscheinlicher weiterempfohlen. Allerdings gibt es auch Kritik, die weder konstruktiv noch gerechtfertigt ist. In seltenen Fällen kann es sogar passieren, dass sie beleidigt werden. In einer solchen Situation müssen Sie unbedingt gelassen und verständnisvoll reagieren und auf keinen Fall einen Streit beginnen. Denn das wirkt unprofessionell und kann potenzielle Gäste abschrecken. Generell gilt bei jedem Feedback, egal welcher Art, dass Sie darauf reagieren sollten. Dann fühlen sich die Gäste verstanden und kommen wahrscheinlicher wieder zu Ihnen. Wenn Sie das Feedback-Potenzial der sozialen Medien voll ausnutzen wollen, dann halten Sie regelmäßig Umfragen ab, um zu erfahren, was Ihre Gäste von einem bestimmten Thema halten. Mit dem WLAN Marketing Paket von Socialwave beispielsweise können Sie automatisch Bewertungen sammeln und Ihr Beschwerdemanagement optimieren.
Planung einer Social Media Strategie
Planung einer Social Media Strategie

5 Tipps für Content-Marketing für die Gastronomie

  1. Der Content muss einen Mehrwert bieten:
    Der Sinn von Content-Marketing ist, dass Ihre Inhalte von Nutzern angesehen oder gelesen werden und sie diesen Inhalt dann an andere weitergeben. Damit Ihr Inhalt auch von den Gästen als würdig angesehen wird, weitergegeben zu werden, muss der Content für sie einen Mehrwert bieten, den sie an andere weitergeben wollen. Wenn Sie Inhalte veröffentlichen, die dem Nutzer nicht weiterhelfen, dann wird dieser ignoriert und erzeigt keine Aufmerksamkeit für Ihre Gastronomie.
  2. Verschiedene Formate nutzen:
    Wie Sie den Inhalt gestalten, den Sie veröffentlichen ist vollkommen von Ihnen und Ihrem Unternehmen abhängig. Als Erstes denkt man wahrscheinlich an Blogs, die mit reinen Texten über verschiedene Themen gefüllt sind. Als Gastronom sollte man es aber nicht nur dabei belassen. Denn ein eigenes Restaurant bietet noch wesentlich mehr Optionen zur Erstellung von Content. Sie können zum Beispiel auch Videos von Kochrezepten aufnehmen. Oder Sie erstellen Spotify-Playlists für bestimmte Anlässe, wie ein Candlelight-Dinner oder ein Feiertagsessen. Stellen Sie auch Ihr gesamtes Team vor, damit die Gäste wissen, wer sie bedient und wer ihr Essen zubereitet. Oder Sie starten einen Livestream und etablieren so Ihre eigene Live-Koch-Show. Natürlich dürfen auch hier Gewinnspiele und Events nicht fehlen. Aber achten Sie, genau wie in den sozialen Medien, unbedingt darauf, dass Ihr Content professionell wirkt und ansprechend aussieht.
  3. Kapazitäten für die Planung und Betreuung des Marketings:
    Viele Gastronomen betreiben ihr Marketing nur nebenbei und haben dafür nicht extra Kapazitäten im Unternehmen. Natürlich ist es als kleiner Imbiss nicht realistisch, eine eigene Marketingabteilung zu haben. Trotzdem sollten Sie sich dafür zumindest extra Zeit nehmen um es strategisch und taktisch sinnvoll und professionell umzusetzen. Wenn Sie noch keine Kapazität für Marketing haben, dann schaffen Sie diese. Entweder Sie stellen jemanden ein oder informieren sich selbst darüber. Sie sollten unbedingt in Marketing investieren, denn es hilft Ihnen, neue Gäste zu finden und mehr Umsatz zu generieren.
  4. Fokussieren der Inhalte auf den Gast:
    Das Wichtigste beim Content-Marketing ist es, dass Sie Ihre Inhalte auf Ihre Gäste fokussieren. Denn sollte der veröffentlichte Content Ihre Kunden nicht interessieren, dann werden sie ihn nicht teilen und der Effekt des Content-Marketings geht verloren. Wenn Sie vorher nicht wissen, welche Themen und Inhalte Ihre Gäste interessiert, dann führen Sie eine Umfrage durch um es herauszufinden oder unterhalten Sie sich mit Ihren Stammgästen. Denn diese sind wahrscheinlich die ersten, die Ihre Inhalte an die eigenen Freunde weitergeben.
  5. Den Content richtig bewerben:
    So gut Ihr Content auch sein mag, wenn niemand erfährt, dass es ihn gibt, dann verfehlt er seine Wirkung. Daher ist es wichtig, Ihre Inhalte auch ordentlich zu bewerben. Zunächst sollten Sie unbedingt in den sozialen Medien darauf aufmerksam machen, vor allem, wenn es sich um digitalen Content handelt. Denn dort ist die Chance am höchsten, dass auch jemand, der Ihr Restaurant nicht kennt, ihn sieht. Des Weiteren können Sie im Restaurant selbst dafür Werbung machen. Verteilen Sie Flyer oder bringen Sie Poster an, die auf Ihren Content hinweisen. Und zuletzt können Sie, vor allem wenn Sie besondere Inhalte wie Kochvideos oder Livestreams anbieten, Ihre Gäste auch direkt darauf ansprechen.
junger Mann filmt ein Kochvideo
Aufnahme von Content

Fazit

Nach dem Lesen dieses Blogbeitrags sind Sie einen Schritt näher dran, Ihr Marketing zu optimieren. Denn authentische und professionelle Posts in sozialen Medien und einzigartiger Content für Ihre Gäste kann eine große Hilfe dabei sein, neue Gäste anzulocken oder bestehende Kunden enger an Sie zu binden. Allerdings sollten Sie nie aufhören, Ihr Marketing zu verbessern, damit der positive Effekt bestehen bleibt. So können Sie garantiert erfolgreiches Social-Media-Marketing und Content-Marketing in der Gastronomie betreiben.

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