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5 Prognosen für das Marketing der Zukunft

Kristallkugel

Kristallkugel

Lesezeit: 5 Minuten

In den letzten Jahren hat sich die Art und Weise, wie Unternehmen Marketing betreiben, stark verändert. Besonders das letzte Jahr war voller neuer Herausforderungen und Unvorhersehbarkeiten. Allerdings stand diese Zeit auch im Zeichen des Wandels, der Chancen und der neuen Möglichkeiten. Die Digitalisierung hat besonders an Relevanz gewonnen und ein Umdenken in vielen Bereichen ausgelöst. Die Entwicklungen der kommenden Monate werden daher auch richtungsweisend für die Zeit nach Corona sein. Aus diesem Grund wagen wir einen Blick in die Kristallkugel und geben Ihnen mit den folgenden fünf Prognosen einen Ausblick für das Marketing der Zukunft und welche Trends Sie erwarten.

Sprachassistenten werden zum neuen Trendkanal im Online-Marketing

Digitale Assistenten wie Siri, Google und Alexa werden immer besser – vor allem, wenn sie lernen sollen, wie ihre Besitzer sprechen und deren Absicht hinter allgemeinen Fragen ist. Momentan werden vor allem Dinge wie Öffnungszeiten, Rezepte oder das Wetter über die Sprachassistenten gesucht. Diese können durch gut gepflegte, strukturierte Daten leicht von Google und Co. ausgelesen und als Ergebnis ausgespielt werden. Aber auch in anderen Bereichen sollten Websites entsprechend optimiert werden, um die Besonderheiten dieser Suchform aufzugreifen.

Sprachassistenten sollen künftig dabei helfen, Ihre Kunden auf ganz neue Arten kennenzulernen. Der Grund hierfür: Es ist ein großer Unterschied, ob Menschen auf einer Tastatur ihre Suche formulieren oder sie in Alltagssprache aussprechen. Eine schriftliche Anfrage im Web besteht beispielsweise nur aus ein bis drei Wörtern. Wird sie ausgesprochen, formuliert der Fragende dagegen eher Konversationsfragen und verwendet wichtige Longtail-Keywords.

Ende 2021 wird es mehr als 1,6 Milliarden Menschen geben, die regelmäßig einen Sprachassistenten verwenden – und zwar nicht nur um die Uhrzeit oder das Wetter zu checken. Wir bewegen uns auf eine Wirtschaft zu, die vom Dialog mit dem Verbraucher gekennzeichnet ist und in der die Sprachassistenten zu Hause eine wichtige Rolle spielen. Wer direkt bei der Interaktion mit dem Nutzer auf dessen Gefühle und Bedürfnisse eingehen kann, präsentiert sich als Marke, die unmittelbar und mühelos für ihre Kunden da ist.

Sprachassistent

Sprachassistenten gehören mittlerweile zum Alltag

 

Marketing wird mehr und mehr in Echtzeit stattfinden

Echtzeit-Marketing bedeutet im Grunde genommen, Zielgruppen über alle Kanäle hinweg zum richtigen Zeitpunkt mit personalisierten Angeboten anzusprechen. In den vergangenen Jahren wurde vor allem das sogenannte „Newsjacking“ als Echtzeit-Marketing-Kampagne umgesetzt – eine Maßnahme, die an aktuelle Nachrichtenereignisse anknüpft. Zu einem der beliebtesten Beispiele für diese Art von Echtzeit-Marketing kam es während des Superbowls 2013. Während des Spiels fiel der Strom aus, das Stadion war abrupt in Dunkelheit getaucht. Oreo profitierte innerhalb weniger Minuten mit seinem grafischen Tweet „dunk in the dark“ kreativ davon. In weniger als einer Stunde wurde die Nachricht mehr als 10.000 Mal retweetet. Selbst acht Jahre später redet man in den USA noch darüber. Über einen einzigen Tweet – nicht über die komplexe Strategie, die dahinter steckt.

Echtzeit-Marketing bedeutet heute indes schon etwas ganz anderes. Unternehmen wählen mittlerweile einen kundenzentrierten Ansatz für ihre Werbemaßnahmen. Das wird sich in Zukunft noch weiterentwickeln – es geht darum, Verbraucher im richtigen Moment mit den richtigen Produkten und Botschaften zu erreichen.

Denn: Verbraucher werden immer anspruchsvoller und erwarten mehr als clevere Botschaften, die an eine breite Zielgruppe übermittelt werden. Stattdessen wollen sie Werbung, die auf ihre persönliche, aktuelle Situation ausgerichtet ist – in Echtzeit. Dieser Erwartungshaltung muss das Marketing der Unternehmen gerecht werden, indem sie Apps, mobil-optimierte Websites und vor allem Spracherkennung verwenden. Geschwindigkeit und Genauigkeit sind dabei wesentliche Faktoren, die es noch weiter zu optimieren gilt, denn sie machen letztlich den Unterschied zwischen der Gewinnung eines Neukunden oder dem Verlust eines Bestandskunden aus.

Echtzeitmarketing

Beim Echtzeitmarketing geht es um die richtige Botschaft im richtigen Moment

 

Klassische Display-Ads, wie wir sie heute kennen, sterben aus

Personalisierung spielt im Marketing heute eine immer wichtigere Rolle. So lässt sich bereits beobachten, dass klassische Display-Werbungen immer mehr an Relevanz verlieren. Im Laufe der Zeit haben sie sogar das Gegenteil von dem erreicht, wofür sie eigentlich bestimmt waren: Sie unterbrechen das Kundenerlebnis, was dazu führt, dass immer mehr Nutzer sogenannte Ad-Blocker installieren, was letztlich zu sinkendem Ertrag aufseiten der Werbetreibenden führt.

Gerade für genaues Targeting werden First-Party-Daten, also alle Daten, die Unternehmen bereits selbst besitzen, immer wertvoller. Das sind oftmals Daten aus dem CRM-System oder Daten zum Surfverhalten auf der Unternehmenswebsite.

In den vergangenen Jahren haben etliche Web- und Desktopnutzer Werbeblocker verwendet. Und die Zahlen steigen. Das heißt: Unternehmen können nicht mehr einfach One-to-Many-Nachrichten versenden. Werbeblocker sind mittlerweile ziemlich effektiv, sodass Marken mit Display-Werbung immer weniger Erfolge verzeichnen.

Das bedeutet also: First-Party-Daten sind wertvoll. Sie sollten gesammelt und gepflegt werden und im Idealfall in die Optimierung der Kundenbeziehung mit einfließen, indem sie genutzt werden, um die Zielgruppen mit personalisierten Werbeinhalten zu versorgen. Der respektvolle und gewissenhafte Umgang mit den Daten muss dabei jedoch selbstverständlich immer an erster Stelle stehen.

 

 

Blockchain als Kernkomponente im Marketing der Zukunft

Um erfolgreiches Marketing zu betreiben, müssen Unternehmen eine wichtige und dabei auch schwierige Aufgabe meistern: Sie müssen ihre Kunden kennen. Und dazu gehört die digitale Kundenidentifikation. Inhalte, die in der Vergangenheit über Cookies oder E-Mail-Adressen mitverfolgt wurden, werden in Zukunft über verschlüsselte Blockchain-Register, sogenannte Ledger, geregelt.

Die Blockchain-Technologie hält überall dort Einzug, wo es um Identifizierung und Daten geht – so auch beispielsweise im Online-Marketing. Die Technologie bietet der Branche Transparenz. Sie ermöglicht es, den Austausch zwischen Kunden und Unternehmen jederzeit sichtbar und nachvollziehbar zu machen. Anders als bei klassischer Online-Werbung erhalten Unternehmen dank der Blockchain ein genaues Bild von den Nutzern, die sie mit ihrer Werbung erreicht haben, denn es lässt sich genau nachvollziehen, wer die „Kette“ berührt hat. Bots oder gekaufte Klicks werden damit unmöglich und Drittanbieter wie Google überflüssig, weil Unternehmen selbst sehen und bestimmen können, wen ihre Werbemaßnahmen erreichen sollen.

Blockchain

Blockchain bietet Transparenz und Nachvollziehbarkeit

 

Geräteübergreifende Identifikation: Elementarer Bestandteil im Omnichannel-Marketing

In den kommenden Jahren wird sich das Omnichannel-Marketing weiter grundlegend verändern: Es wird zunehmend in das Internet der Dinge (IoT) integriert werden. Zusammen mit den Blockchain-Registern erhalten Verbraucher künftig eine weitere „Identifikation“, um sicherzustellen, dass sie genau das bekommen, was sie von ihren Lieblingsmarken erwarten und zu konsumieren bereit sind. Die sogenannte Cross-Device-Identification (XDID) wird in Zukunft von entscheidender Bedeutung für konsistente Werbeerlebnisse über alle Kanäle und Endgeräte hinweg sein.

Durch diese Art der geräteübergreifenden Identifizierung können Sie angeschlossene Geräte (wie Smartphones, Tablets aber auch Smart Cars usw.) mit einzelnen Kontakten abgleichen. Das ermöglicht die Ansprache des Verbrauchers auf seinen bevorzugten Geräten und Kanälen.

Natürlich ist XDID nicht die Antwort auf alle Personalisierungsprobleme. Doch die kanalübergreifende Identifizierung ermöglicht es, die Personen hinter den Daten noch besser kennenzulernen, ein genaueres Bild von ihnen zu zeichnen und zu verstehen, wie sie mit der Marke interagieren.

Endgeräte

Viele Geräte – viele Marketingmöglichkeiten

Fazit

Für die Zukunft des Marketings lässt sich klar erkennen, dass Personalisierung ein immer und immer wichtigeres Thema wird. Auch durch das rasche Voranschreiten der Digitalisierung und Technologien steckt noch sehr viel Potenzial im Marketing, so wie wir es heute kennen. Passen Sie sich also dem Wandel der Zeit und dem veränderten Verbraucherverhalten an – Ihre Kunden werden es Ihnen danken.

 

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